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Welche AV-Software passt zu mir?
Das der sicherheitsbewußte Surfer eine Antivirus-Software benötigt, hat inzwischen fast jeder mitbekommen - aber welche ist die richtige?
Wer die richtige Antivirus-Software finden will, sollte sich zum ersten mal darüber klar werden, ob er eine kostenlose oder kostenpflichtige Software wählen möchte. Vom Funktionsumfang muss man heute bei den billige Varianten kaum noch Abstriche machen. Wer jedoch auf individuellen Hersteller-Support Wert legt, kommt um kommerzielle Produkte nicht herum.
Fast alle Hersteller, die ihre Software verkaufen möchten bieten mittlerweile eine Demoversion zum Testen an. Davon sollte man auf jeden Fall auch gebrauch machen, denn oft vertragen sich v.a. die Hintergrund-Überwachung des AV-Pakets und das System schlecht.
Nicht zu vernachlässigen sind natürlich auch die Downloadkosten: Ob bei Demo- oder kostenloser Voll-Version sollte man immer auch auf die Dateigröße achten. Wer sich die Software im Laden kauft oder übers Internet auf CD bestellt ist hier besser dran.
Aber was für Leistungen sollte man von seinem Softwarepaket erwarten?
- Eine ständig aktualisierte Virendefinition ist das A&O eines guten Virenscanners, damit man auch vor aktuellen Viren geschützt wird. Schauen Sie sich auf der Homepage des Herstellers auf jeden Fall das Datum der letzten Virus-Definition an - liegt dies weit zurück ist man dort vielleicht mehr am Verkaufen, als am Weiterentwickeln interessiert! Eine Auto-Update-Funtion sollte das Update herunterladen und installieren - am besten in regelmäßigen Abständen (gegen den inneren Schweinehund). Auch die Programmdateien sollte man natürlich updaten können.
- Die Hintergrund-Überwachung ist heute die wichtigste Funktion. Jede Datei die das System "anfasst" oder ausführt wird - vom Benutzer unbemerkt - überprüft und kritische Aktionen (wie das Schreiben auf den Bootsektor) schon im Vorfeld verhindert. TIP: Bei Performance-kritischen Anwendungen (Spielen z.B.) sollte diese Funktion deaktiviert werden um die belegten Ressourcen freizugeben.
- Die restlose Entfernung entdeckter Viren aus dem System und den Dateien ist für den User natürlich auch von großer Bedeutung. Überprüfen Sie, ob die Software Ihrer Wahl das kann (sollten heute eigentlich jede!).
- Eine Notfall-Diskette (oder -CD) sollte das Programm automatisch erstellen können, denn ist der Bootsektor einmal futsch, kann Windows nicht mehr helfen. Erfahrene Anwender können diese natürlich auch selbst erstellen. Außerdem gibt es bei Bootdisk.Com fertige Bootdisk-Images zum runterladen.
- Beim Scannen der Dateien darf die Software natürlich auch nicht vor gepackten Archiven halt machen (auch Archive in Archiven können Viren enthalten). Auch eine heuristische Suche (Erkennung von unbekannten Viren) sollte möglich sein - diese kann allerdings zu Fehlalarmen führen, weshalb sich einzelne Dateien vom Scannen ausschließen lassen sollten. Die eigentliche Erkennungsleistung ist natürlich auch wichtig, ist bei den bekannten Produkten jedoch recht ähnlich. Einen Vergleich verschiedener Produkte nach diesem Kriterium gibt es bei Virus Bulletin.
- Auch E-Mail- und Makro-Viren sollten vom Antivirus-Programm erkannt werden. Diese beiden Viren-Typen sind mittlerweile die Häufigsten. E-Mails sollten schon vor dem Anzeigen im Mail-Programm gecheckt werden.
Viel Spaß beim sicheren Surfen!
18.08.00 06:44 | Link
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